Deutschland Thüringen Unstrut-Hainich-Kreis

Thamsbrück


Abbildung bei
Fleischmann (1975)

Abbildung bei
Störzner (1984)

PLZ: 99947

GPS: N 51° 8.391', O 10° 38.33'

Standort: Etwa 15m nördlich der Einmündung der "Gartenstraße" in die Hauptsraße.

Größe / Material: 254:47:38 / Kalkstein

Geschichte: Kanten facettiert, im oberen Teil befindet sich eine Niesche, welche früher zur Aufnahme eines kleinen Standbildes gedient haben mag. Beim Neubau der Schule in den 1950er Jahren und der damit verbundenen Erdauffüllung vor dem Gebäude wurde auch der untere Teil der Säule etwa 3/4 Meter mit zugefüllt. Die Säule steht auf einer Steinplatte von 180:140cm. Im Volksmund wird die Stele als "Lögenstein" bezeichnet. Böse Zungen behaupten, daß sich die einheimische Bevölkerung in früheren Zeiten dort nach getaner Arbeit getroffen und geplaudert hat. Dabei soll man es mit der Wahrheit nicht immer so genau genommen haben. Diese Lügensteindeutung ist jedoch irrig. Vielleicht kommt die Ableitung von locus = Gerichtsort, also Gerichtsstein, der Wahrheit näher. Odser handelt es sich um einen Grenzstein? Ganz in der Nähe befand sich früher ein Stadttor, das Steintor. Es bleibt deshalb zu erwägen, ob Lögenstein nicht von log = Ort oder Grenze = Logstein = Grenzstein abzuleiten ist. (Fleischmann 1975)

Sage: Hier sollen sich früher die Einwohner getroffen und unterhalten haben, wobei man es mit der Wahrheit nicht genau nahm.

Quellen und Literatur:
Fleischmann, Wilhelm - Steinerne Zeugen der Vergangenheit im Kreis Bad Langensalza, 1975, S.15-16
Störzner, Frank - Steinkreuze in Thüringen: Katalog, Bezirk Erfurt, 1984, Nr.130


Sühnekreuze & Mordsteine