Deutschland Baden-Württemberg Neckar-Odenwald-Kreis

Seckach


Abbildung bei
Losch (1981)

PLZ: 74743

GPS: N 49° 26,568', O 9° 20,191'

Standort: An der südlichen Mauer der Kirche.

Größe / Material: 115:84:22 / Buntsandstein

Geschichte: Das Kreuz trägt als Zeichen ein nach unten zeigendes Pflugsech. Das Kreuz stand bis etwa 1978 an der Straße zum Friedhof, der alten Straße nach Schlierstadt. Der Straßenneubau machte die Versetzung nötig. Datierung: ca. 16./17.Jh. (Losch 1981)

Sage: Um das Gebiet der "Teufelsklinge" bei Seckach hatten einst die Herren von Bödigheim und die von Adelsheim einen großen Streit. Im Kampf trafen sie in der Klinge aufeinander und töten sich gegenseitig. Daraufhin verfluchte ein Fräulein von Adelsheim das Tal, weil hier der Teufel den Bruderkrieg geschürt hatte. Seither wurde es "Teufelsklinge" genannt, und die Seelen der beiden Getöteten mußten ruhelos darin umherwandern. Später kam Markgraf Bernhard von Baden in die Gegend. Der fromme Ritter segnete mit seinem Schwert das Tal und weihte es zum "Tal des Friedens". Dann zog er weiter, um das Land vor den Türken zu bewahren. Nach vielen Hundert Jahren, etwa im Jahr 1850, brach erneut ein Streit um die Klinge aus. Zwei Schäfer stritten sich dort um das Weideland. Dann aber erkannten sie, daß der Klingeteufel wieder Haß säen wollte. Sie versöhnten sich und stifteten ein Steinkreuz, das noch heute am Weg nach Schlierstadt steht. (Assion 1972)

Quellen und Literatur:
Losch, Bernhard - Sühne und Gedenken. Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S.171
Assion, Peter - "Weiße Schwarze Feurige - Sagen aus dem Frankenland", Badenia Verlag Karlsruhe, 1972, S.167, Nr.195
Recherchen, aktuelle Infos und Aufnahmen von Leopold Hessek, Mosbach
zusammengestellt und bearbeitet von Rudolf Wild, Annweiler-Queichhambach


Sühnekreuze & Mordsteine