Deutschland Thüringen Unstrut-Hainich-Kreis

Zaunröden / OT von Dünwald


Abbildung bei
Störzner (1984)
Rückseite, ohne
sichtbaren Sockel

PLZ: 99713

GPS: N 51° 20.078', O 10° 29.077'

Standort: Das Steinkreuz steht am westlichen Ortsrand, 20m westlich der Landstraße nach Hüpstedt, weglos im Feld

Größe / Material: 155:104:24 / Kalkstein

Geschichte: Gotische Kreuzform, seitlich nasenbesetzt und mächtig. Kleinere Abschläge und stärkere oberflächige Verwitterung, sonst gut erhalten. Ist als Bonifatiuskreuz bekannt und der überlieferte Flurname des Standortes ist: "Am Kreuz". (Störzner 1984)

Die Kreuze bei Worbis und Zaunröden sieht man auch als Denkstein an, die man ausgezeichneten Personen, die im dreißig- oder erst im siebenjährigen Kriege daselbst gefallen seien, gesetzt habe, namentlich gilt das bei Zaunröden als Denkmal eines dort umgebrachten Lifländers, Reinhold von Löwen, dessen Grabinschrift sich noch in der Kirche des Dorfes vorfindet. (Waldmann 1857)

Sage: Es soll sich um ein Gedenkstein für einen Heerführer aus Dreißigjährigen- oder Siebenjährigen Krieg handeln. Heute nicht mehr erfragbar (Störzner 1984).

Quellen und Literatur:
Störzner, Frank - Steinkreuze in Thüringen / Inventar Bezirk Erfurt, 1984, S.115
Waldmann, Heinrich Maria - Kirchengeschichtliche Untersuchung. 1. Der Hülfenberg und Geismar. Heiligenstadt 1852, S.15. Programm d. Königl. Gymnasiums zu Heiligenstadt
Waldmann, Heinrich Maria - Über den thüringischen Gott Stuffo. Eine Untersuchung der ältern Geschichte des Hülfensberges, eines berühmten Wallfahrtsortes im Eichsfelde. Heiligenstadt 1857, S.96–97 und 99 ff. Nach einer maschinenschriftliche Kopie von Walter Saal
aktuelle Aufnahme von Winfried Körner


Sühnekreuze & Mordsteine